Heute vormittag war der langersehnte Termin in der Kinderwunschpraxis.
Ich war mir gar nicht mehr sicher, ob es richtig war, da ich ja nun keine Hilfe beim schwanger werden mehr benötigte. Aber meine Sorge war umsonst. Die Ärztin, eine neue, blätterte in den Akten und sah, dass ich bereits seit 2010 in deren Behandlung war. Als ich ihr aber sagte, dass ich mittlerweile nur noch auf Ursachensuche bin, da ich dieses Jahr dreimal schwanger war, war sie sehr überrascht. Freudig überrascht, nach all den Jahren!
Ich gab ihr alle meine Notizen, sie schrieb alles mit ihren Kürzeln in die Krankenakte. Ich sagte auch, dass meine Gyn nicht mehr als "das war Pech" dazu zu sagen hat und ich das langsam echt arm finde und einen Grund suche, warum es nicht klappt. Zu den Schwangerschaften konnte sie mir sagen, dass es jedenfalls kein "Muster" gäbe, jede meiner Schwangerschaften war für sich anders.
Die 1. Schwangerschaft war ein Abort. Das "kann" passieren...
Die 2. Schwangerschaft war eine Eileiterschwangerschaft. Das ist eine Laune der Natur...
Die 3. Schwangerschaft war eine biochemische Schwangerschaft. DAS muss nicht sein...
Es gäbe also keine Zusammenhänge, weil nie hintereinander das gleiche passierte, außer eben, dass ich kein Baby habe. Sie sagte mir, dass es gut sei, dass ich bereits Progestan zu mir nehme seit dem Eisprung. Besser ist, man fängt direkt nach dem Eisprung an und nicht erst ab dem positiven Test. Wenn das FSH oder Progesteron zu niedrig ist, darf man das ruhig unterstützen. Und sollte sich beim Immunstatus herausstellen, dass irgendwelche Killerzellen oder Antiviren da sind, die eine Schwangerschaft abstoßen, kann man auch was dagegen machen. Es gibt mittlerweile ein Medikament, dass hilft, damit der Körper sich immunisiert und die Schwangerschaft nicht abgestoßen wird. Aber egal was es ist, wir können damit arbeiten und kriegen mich schon irgendwie bleibend schwanger. Ich nehm auch alles, wenn es sein muss, spritz ich mir auch was in den Bauch oder sonst wohin, wenn es hilft.
Der Ultraschall war auch in Ordnung. Sie sah, dass das Ei von links gesprungen war, ich hatte ihr erzählt, dass der Eisprung am Samstag war. Es waren sogar im linken Eierstock einige Pünktchen erkennbar und sie sagte, da warten schon die nächsten auf ihren Einsatz. Scheint so, als hätte der linke Eierstock endlich das Arbeiten angefangen! Das freut mich so sehr!!! Gebärmutter war auch unauffällig, die Gebärmutterschleimhaut lag bei 0,66 mm. Das war etwas wenig, aber alles bis 0,6 mm läge zu diesem Zeitpunkt noch im Rahmen. Wir wollen ja ein fluffiges Nestchen für das Ei bauen zum Einnisten. Danach wurde mir noch Blut abgenommen (7 Röhrchen, ich hab gefühlte 1000 Liter dies Jahr gegeben). Heute nachmittag konnte ich dann anrufen wegen der Hormone (die Werte zum Immunstatus dauern ca. eine Woche). Es sähe alles gut aus, ich solle weiterhin Progestan nehmen, morgens mittags abends eine. Aber der TSH Wert sei etwas suboptimal. Er liegt bei 2,23. Gut das ist nicht so schlimm. Ich bekomme ab morgen 50 mg L-Thyroxin. Was mich aber geärgert hat war, dass meine Schilddrüse jetzt 2 Jahre nicht gezickt hat und der Wert immer bei 1,0-1,2 lag. Nach der Eileiterschwangerschaft lag er bei 1,11. Muss der jetzt wieder so rumhampeln? Wobei dies jetzt auch kein Grund für die letzte Geschichte war. Aber wir wollen das jetzt engmaschig kontrollieren, damit die nächste Schwangerschaft nicht wieder vorzeitig abbricht.
Am 07.11. ist NMT, da teste ich zuhause. Am 09.11. wird HCG genommen und wohl auch direkt kontrolliert, was das Progesteron macht und der TSH Wert. L-Thyroxin schlägt ja immer recht schnell an, also bei mir jedenfalls.
Ich bin sehr positiv gestimmt. Die Ärztin war es übrigens auch, als sollte ich mir überhaupt keine Sorgen machen! Ich bin echt erleichtert. Egal was es ist, wir können was machen!!!
Endlich wird uns geholfen!
Das hört sich doch wirklich prima an! Und ja, auch ich kann sagen dass das L-Thyrox zügig angeschlagen hat.
AntwortenLöschenIch drücke die Daumen.