Donnerstag, 26. Februar 2015

50/50

Heute morgen war die Blutabnahme, habe mit der Labordame noch mal gesprochen, weil ich das am Montag irgendwie nicht so richtig auf die Kette gekriegt habe.

"Ist der Wert denn nicht gestiegen?"
"Doch, aber nicht so wie er sollte, er hätte höher sein können, das macht der Ärztin Sorgen, daher nochmal die Kontrollen. Es muss ja nichts heißen."
"Seit Montag Abend zieht es wieder, da ist auf jedenfall was im Gange!"
"Es ist ja noch nichts verloren, wir hatten eine Patientin mit einer so heftigen Blutung, dass wir dachten, sie verliert ihr Baby direkt hier auf dem Behandlungsstuhl. Es ist aber alles bestens verlaufen!"

Trotzdem kann ich mich an keine Hoffnung klammern. Klar ist noch nichts verloren, aber bei mir lief noch nie von Anfang an was sofort normal, irgendwas war immer.

Auch wenn Schatz am liebsten 5 Kinder hätte, finanziell können wir halt nur ein Kind stemmen bzw. würden zwei Kinder auch gehen, aber ich will eben nicht jeden Cent umdrehen müssen und solange Schatz noch in der Gastro arbeitet für diesen Sklavenlohn, geht es eben nicht anders. Also war ich froh, als der Test schwanger anzeigte, weil ich wusste, jetzt hat das Gehibbel endlich ein Ende. Für die neuen Leser/innen unter euch. Ich war verheiratet, mein Mann wollte auch eine Familie (hat er jedenfalls immer gesagt). 5 Jahre haben wir versucht, schwanger zu werden, wobei ich sagen muss, dass ich es größtenteils allein versucht habe, da mein Mann immer irgendwas hatte, wenn es um Sex ging. Auch die stimulierten Zyklen waren mehr Krampf als alles andere. Und selbst die Zyklen, wo es zeitlich passte, hat es nie geklappt. Trotz bester Gesundheit beiderseits. Ende vom Lied war halt, als ich dann schwanger wurde, hatte er (was ich erst später erfuhr) bereits eine neue Freundin und hat sich dann verpisst, als ich nach wenigen Tagen Blutungen bekam und sich das Thema Baby erledigt hatte. Klar bin ich im Nachhinein froh, ich war auch nicht grad begeistert, als der Test schwanger anzeigte, weil ich da schon mit der Ehe abgeschlossen hatte, da es schon lange nicht mehr lief. War halt irgendwo ein Zufallstreffer im ungünstigen Moment. Jedenfalls weiß ich nicht, ob ich es durchstehe, nach 5 Jahren erfolgloser Kinderwunschzeit und jetzt nach 8 Monaten, wenn es morgen wirklich heißt, dass da nichts mehr kommt und wir wieder von vorne anfangen müssen. Klar kann es schnell gehen, aber jeden Monat, den es länger dauert, der in der Mens endet, mach ich mir wieder Gedanken, ob ich will oder nicht. Ich war Ende 2014 soweit, das ich gesagt habe, egal ob es klappt oder nicht, ich bin auch so glücklich. Das bin ich mit Schatz wirklich. Aber jetzt ist die Situation eine andere. Es hat geklappt und wer weiß, wenn es in die Hose geht, ob und wann es wieder klappt. Und wenn es dann klappt, kann ich die Schwangerschaft genießen oder hab ich die ersten 2 Monate Angst, dass wieder was nicht gut geht?
Mein Mami-Buch kann ich dann wegschmeißen, die ganzen Eintragungen kann ich ja nicht ausradieren :-(

Ich dachte jetzt, wo ich glücklich bin, geschieden, mit Mädchennamen, ist ein Baby bereit für uns. Aber anscheinend wohl doch noch nicht.

Die Katzenberger ist mit ihrem Griechen genauso lange zusammen wie wir beiden. Der darf ich dann wohl jetzt beim schwanger sein zusehen... wie ich mich freue...

Jetzt kann ich mir wieder nichts davon kaufen, dass gesundheitlich bei mir alles bestens ist. Und die Werte waren am 09.02. super. Und jetzt ist alles auf der Kippe. Alles kacke. Schatz meint, dann machen wir eben weiter. Aber ich kann das nicht so locker sehen... ich wünschte ich könnte.

3 Kommentare:

  1. jetzt warte bitte erst mal ab. HCG steigt, und das ist gut.
    es gibt so viele, bei denen sich der wert nicht lehrbuchmäßig verdoppelt. steigen ist steigen und DAS ist gut! und du hast es doch auch am test gesehen, dass die wochenanzeige sich geändert hat!

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  2. Ich drück dir fest die Daumen und denk an dich!

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